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Troll 700 Sportcupé ( 1957 )
Als Norwegen keine eigene Automobil-Industrie haben wollte…
Das
Troll 700 Sportcupé war der gescheiterte Versuch, in den
1950er Jahren eine Automobilfabrik in Norwegen zu gründen.
Die treibende Kraft dahinter war der Ingenieur Per Kohl-Larsen,
der seine Firma Plastik & Bilindustri nannte.
Mit
den beiden Technikern, Bruno Falck und Erling Fjugstad konstruierte
er einen eigenen kleinen Wagen und nannte ihn Troll. Bereits im
November 1955 begannen sie mit der Realisierung des ersten Modells.
Die Pläne der Firma sahen vor, das Fahrzeug als Coupé
anzubieten. Für die Karosse griff man bei Plastik & Bilindustri
auf eine Ausführung aus Fiberglas zurück, die auch dafür
verantwortlich war, dass der Troll auf ein fahrfertiges Gewicht
von nur 700 kg kam. Gerade in der Verwendung des Verbundkunststoffs
sahen die Skandinavier eine große Zukunft. Aus den Konkursbeständen
der deutschen Gutbrod-Werke erwarben die Firma zu dieser Zeit
die damals modernen 700 cm³ Zweitaktmotoren mit Bosch-Direkteinspritzung
und 26 PS Leistung. Zusammen mit den Motoren wurden auch die Fahrgestelle
vom ehemaligen Gutbrod-Typ Superior gekauft, die jedoch einen
15 cm längeren Radstand hatten als der Troll. Diese zusätzliche
Länge wurde dazu genutzt, dem Troll nun eine Rücksitzbank
zu spendieren, wodurch aus dem ursprünglichen Zweisitzer
nun ein Viersitzer wurde.
In
dieser Version wurde der erste serienmäßig hergestellte
Wagen am 1.Mai 1957 ausgeliefert. Nun hätte zwar die Serienfertigung
anlaufen können, doch in Norwegen war dafür eine behördliche
Genehmigung notwendig und diese wurde der Firma Plastik &
Bilindustri niemals erteilt. In Folge dessen durfte die norwegische
Autofabrik die Fertigung nicht aufnehmen und es blieb schlussendlich
bei insgesamt fünf montierten Troll 700 Sportcupés.
Im Jahre 1958 schloss das Unternehmen seine Tore.
Troll 700 Sportcupé ( 1957 )
When
Norway did not want to have its own automotive industry…
The Troll 700 Sportcupé was the failed attempt to found
an automobile company in Norway in the 1950s. The driving force
was the engineer Per Kohl-Larsen, who called his company Plastik
& Bilindustri.
He and two other technicians, Bruno Falck and Erling Fjugstad,
constructed their own small vehicle and called it Troll. They
started in November 1955 with the completion of the first model.
The plans were showing that the vehicle should be offered as a
coupe. Plastik & Bilindustri was using fiberglass for the
car body, which was allowed for a curb weight of only 700 kg.
The Scandinavian saw a great future in the use of the composite
plastic. The company was purchasing, at that time, a modern 700
cc straight-twin two-stroke engine with Bosch direct fuel injection
and a performance of 26 hp from the bankrupt estate of the German
Gutbrod-Werke. They also bought the chassis, together with the
engines, from the former Gutbrod-type Superior. The Superior had
a 15cm longer wheel base than the Troll, but this was acceptable.
This additional length was used to give the Troll a back seat,
whereby the original two-seater was now replaced by a four-seater.
The first mass-produced vehicle was delivered on the 1st of May
in 1957 in this version. Now the series production could be started
but an official permit was necessary in Norway, and this document
was never granted to the company Plastik & Bilindustri. Therefore
the Norwegian car factory could not start production, and the
total quantity of assembled Troll 700 sports coupes remained at
only 5 examples.
In 1958 the company closed its doors forever.
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